SUSA - Eine Erfolgsgeschichte. Aus Tradition. Aus Leidenschaft.

Begründer einer großen Idee - Gottfried & Friederike Schneider

Die SUSA-Erfolgsgeschichte ist eine Geschichte über die Schönheit. Sie ist aber auch eine Geschichte über den technischen Fortschritt, über die Mode im Wandel der Zeiten und den entschlossenen Unternehmergeist einer Heubacher Weberfamilie.

Sie beginnt mit unserem Firmengründer Gottfried Schneider (1829-1907). Der Sohn einer alteingesessenen Weberfamilie aus Heubach verlebte mit sieben Geschwistern eine einfache, aber glückliche Jugend im Elternhaus und arbeitete nach seiner Schulentlassung zunächst in der Handweberei des Vaters Leonard Schneider (1802-1870).

Als Handwerksgeselle auf Wanderschaftlernte er auf seiner letzten Station in Göppingen die neu entstandene Korsettherstellung mit mechanischen Webstühlen kennen. Er erkannte die zukünftigen Möglichkeiten einer industriellen Fertigung und machte sich 1859 als Dreißigjähriger nach seiner Rückkehr mit einer Korsettmanufaktur selbstständig.

Die Stadt Göppingen bescherte ihm darüber hinaus auch privates Glück: Hier lernte er seine künftige Lebensgefährtin Friederike, geb. Kammerer (1836-1914), kennen, die er 1861 heiratete und die ihm Zeit seines Lebens eine tatkräftige Hilfe war und so wesentlich zum Erfolg der Firma beitrug.

Die Anfänge - 1859

Das Jahr 1859. Mitten in der Industriealisierung Deutschlands, zwischenKohle und Stahl, Arbeiterkappe und Zylinderhut, Bismarck und Marx, Bürgerglück und Börsenkrach, beginnt im Städtchen Heubach die Geschichte der SUSA-Werke - und damit auch ein beeindruckendes Kapitel der deutschen Miederindustrie.

Am 1. März 1859 machte sich Gottfried Schneider mit einer Korsetttmanufaktur selbstständig. Zunächst im "Lamm-Keller", dem heutigen Restaurant "Jägerhaus" fand er geeignete Räumlichkeiten für 30 Webstühle. Bereits 1862 handelsgerichtlich eingetragen entwickelte sich die Korsettfabrikation dank wachsender Nachfrage und treuem Kundenstamm blendend. Die Anschaffung von 10 weiteren Webstühlen machte daher eine größere Produktionsstätte erforderlich und so erwarb Gottfried Schneiderdie ehemalige Zehntscheuer der Stadt Heubach. An neuer Stätte arbeiteten nunmehr 35 Korsettweber und 20 Arbeiterinnen. Die Firma entwickelte sich weiter im Tempo der neuen Zeit, wurde zunehmend leistungsfähiger und wardadurch in der Lage, sich den technischen und sozialen Herausorderungen der kommenden Jahre zu stellen.

Die Jahre des Aufbaus

Der vollmechanisierte Webstuhl war eine Weiterentwicklung des Handwebstuhls und diente der industriellen Produktion von Geweben. Darüber hinaus war die Erfindung des Webstuhls einer der wichtigsten Meilensteine der industriellen Revolution. Er veränderte nicht nur die soziale Realität der Menschen, sondern auch die Produkte. Exklusive Luxusartikel wurden mehr und mehr zu bürgerlichen Konsumgütern und Massenwaren.

Im Jahr 1863 wurde die Produktion des Betriebs um die maschinelle Korsettschließen- und Federnherstellung erweitert.

Die in einem Stück gewobenen und über Dampf in Form gebrachten Korsetts wurden zum großen Teil nach Amerika, England und Dänemark exportiert. Aber auch in Deutschland selbst fanden sich immer mehr Abnehmer, und mit der entschlossenen Modernisierung des Betriebes nachm der wirtschaftliche Erfolg zu. Wieder war es eine technische Neuerung, die die Korsettherstellung in den nächsten Jahren entscheidend veränderte. Mit der Nähmaschine wurde Mitte der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts das gewebte Korsett zunehmend vom genähten Korsett verdrängt. Mit Weitblick ergriff Gottfried Schneider die modernen Möglichkeiten, setzte auf die neuste Technik und stellte die Porduktion auf die Herstellung genähter Korsetten um.

Aufbruch in die Moderne

Gottfried Schneider hatte mit seinem 1862 geborenen Sohn Julius engagierte Unterstützung für seinen Betrieb gefunden. Unterstützung für seinen Betrieb gefunden. Bereits mit 15 Jahren führte der Sohn die Buchhaltung und entlastete in den folgenden Jahren zunehmend den gesundheitlich angeschlagenen Vater. 1888 war ein weiteres wichtiges Jahr für die Zukunft des Betriebs. Die betriebliche Krankenkasse wurde gegründet und der Sohn wurde Teilhaber der Offenen Handelsgesellschaft Schneider & Sohn, wie die Firma von nun an hieß.

Im Jahr 1891 wurde ein zweites Betriebsgebäude erstellt. Die Firmenleitung erkannte die Zeichen der Zeit und modernisierte weiter. So bestimmten ab 1892 Dampfmaschinen und Dampfkessel den Takt der Produktion und machen so die Menschen zum ersten Mal unabhängig von den Kräften der Natur. Und selbst das Stadtbild von Heubach veränderte sich. Über den Dächern der Kleinstadt ragte von nun an der erste Schornstein. Aus gesundheitlichen Gründen übergab Gottfried Schneider im gleichen Jahr die Geschäfte an seinen Sohn Julius, der nun Alleininhaber der Firma war.

Auch die Elektrifizierung hielt dank der Firma Schneider & Sohn Einzug in Heubach. Denn die Produktion neu erstellte Kraftanlage der Firma sorgte u.a. dafür, dass Heubach als erste württembergische Stadt über eine elektrische Straßenbeleuchtung verfügte.

Julius Schneider heiratete 1906 Emilie Schneider, geb. Grupp, und fand in ihr nicht nur eine treue Lebenspartnerin sondern auch eine kongeniale Mitarbeitern.